Sensitivity Reading

Sensitivity Reading ist ein besonderes Konzept des Lektorats, bei dem Betroffene einer Form von Diskriminierung einen Text daraufhin Korrektur lesen, ob sie selbst darin richtig dargestellt sind, ohne verbreiteten Stereotypen zu unterliegen. Dabei muss es bei dem Text nicht um die Diskriminierung von Minderheiten gehen, denen die Autor*innen dieser Texte nicht angehören. Auch so können durch verbreitete Stereotypen bei allen Menschen solche vorurteilsbehafteten Bilder weiterverbreitet werden, was durch ein Sensitivity Reading schnell vermieden werden kann.

Da stereotypische Darstellungen oft schon im Plot und bei der Entwicklung von Figuren anfangen, biete ich auch eine Sensitivity-Beratung an. Dabei werden an einem neutralen Ort der Plot und die Figuren besprochen und gemeinsam ein Konzept erarbeitet, wie eine gute Darstellung von Minderheiten erfolgen kann, ohne aktiv zu weiteren Stereotypen in der Gesellschaft beizutragen.

Ich biete Sensitivity Reading und Beratung dazu in Bezug auf folgende Themen an: Bisexualität, Pansexualität und Polyamorie. Falls ich das angedachte Thema nicht als Betroffene abdecken kann, empfehle ich sensitivity-reading.de für eine Suche nach Sensitivity Readers.

Da Sensitivity Reading eine sehr persönliche Angelegenheit ist, werde ich vor Erstellung eines Angebots zunächst einen Fragebogen beantworten lassen, in dem Auftraggebende zum Beispiel das Genre ihres Textes, aber auch eventuell vorhandene starke Themen der Diskriminierung angeben sollen. Ohne das wahrheitsgemäße Ausfüllen des Fragebogens kann kein Vertrag eingegangen werden und es wird sich vorbehalten, anhand eines ausgefüllten Fragebogens eine Zusammenarbeit nicht einzugehen.

Bei einem gewünschten Sensitivity Reading mit mehr als zehn Normseiten bitte ich um Anfrage mit mindestens zwei Wochen Vorlauf vor dem gewünschten Datum der Textrückgabe.